![]() (Foto: Zimmermann 05) Faszinierende Begegnung zwischen Kunst und Sport
Ein außergewöhnliches Pas de deux tanzten Gregor Seyffert und Partnerin Jeanine Fissler, Mitglied der Deutschen Olympiamannschaft der Rhythmischen Sportgymnastik in Sydney 2000, beim 5. BERLIN MASTERS der RSG in der Max-Schmeling-Halle. Beide Künstler hatten anläßlich des Internationalen Deutschen Turnfests 2005 in Berlin eine Choreographie erarbeitet, die anlässlich des Festaktes am 14. Mai 2005 in der Philharmonie Berlin feierlich zur Uraufführung kam. - Eine einzigartige Kombination aus Rhythmischer Sportgymnastik, Tanzakrobatik und Darstellung, die bei der Finalveranstaltung des BERLIN MASTERS am 18. September 2005 nun einem noch größeren Publikum präsentiert wurde. Es begann mit einer Einladung zum Berlin Masters 2004. Schon seit längerem interessierte sich Kammertänzer Gregor Seyffert für die Rhythmische Sportgymnastik, versucht er doch als Künstlerischer Leiter der Staatlichen Ballettschule Berlin, Anregungen aus anderen Körper betonten Sportarten in seine Arbeit aufzunehmen. Beim Berlin Masters unterhielt er sich auch mit der Berliner Gymnastin Jeanine Fissler, die als Kapitän der RSG-Gruppe 2000 bei den Olympischen Spielen den vierten Platz belegte und die neben Studium, Trainer- und Choreographentätigkeit mit Showauftritten aktiv geblieben ist. Spontan verabredeten die Beiden damals weitere Treffen, um sich auszutauschen und sich in praktischer Arbeit gegenseitig zu inspirieren und zu fordern. So entstand in Zusammenarbeit mit dem Choreographen Marek Rozycki das Projekt des Pas de deux’s zur Musik der finnischen Gruppe Apocalyptica, das die spektakulärsten Elemente der Rhythmischen Sportgymnastik und der modernen Tanzakrobatik vereint. Äußerst kreative Zusammenarbeit „Für mich war es eine ganz, ganz tolle Erfahrung und das Erlebnis einer unglaublich professionellen Zusammenarbeit“, berichtet Jeanine, die sich in den Kreis der Künstler sofort aufgenommen fühlte. „Ich musste mich in vielem total umstellen, die Herangehensweise, um bestimmte Bewegungsformen zu entwickeln und darzustellen, ist im Ballett ganz anders als bei uns.“ Eine überaus spannende Erfahrung für beide Seiten, die den gegenseitigen Respekt und die Achtung vor der Leistung des Anderen nur noch vergrößerte. Es entwickelte sich ein Showact, der in seinem Ergebnis sehr viel mit den Persönlichkeiten der beiden Protagonisten zu tun hat. Gregor Seyffert ist ein international renommierter Meister seines Faches, weltbester Tänzer des Jahres 1997, Träger des Deutschen Tanzpreises 2003, äußerst kreativ, unruhig, immer auf der Suche nach neuer Inspiration, ein Anhänger von künstlerischen Grenzüberschreitungen. Eine ähnlich starke Persönlichkeit kann man Jeanine Fissler bescheinigen, die zwar wesentlich jünger und damit unerfahrener ist, dies aber durch eine ungeheure Kraft und Flexibilität kompensiert. So versinnbildlicht das Tanzstück die Begegnung zweier herausragender Persönlichkeiten, überdies zweier einzigartiger, individueller Handschriften und Lebenswelten, deren Wahl ihrer künstlerischen Ausdrucksmittel - einer akrobatisch-virtuosen und betont darstellerischen Körperkunst - sie eint. Nur so können sie die Ambivalenz des Stückes meistern, die Geschichte zweier Menschen, die ihrer Liebe, Zuneigung und ihren Zweifeln mit unbändiger Kraft, Hingabe und Leidenschaft Ausdruck verleihen. Zum zweiten Mal live zu sehen Der Anlass der Uraufführung des Stückes war hochkarätig: Das Pas de deux war künstlerischer Höhepunkt des Festaktes zur Eröffnung des Internationalen Deutschen Turnfestes Berlin 2005 im Kammermusiksaal der Philharmonie in Berlin. Nun erlebte das Stück seine zweite Live-Aufführung am 18. September zum Finale des Berlin Masters 2005 vor einem noch größeren Publikum in der Max-Schmeling-Halle. Die beiden Protagonisten werden ihre Zusammenarbeit fortsetzen. Zunächst soll das Pas de deux jedoch auch über die Grenzen Berlins hinaus bekannt gemacht werden: Gregor Seyffert will mit Jeanine Fissler das Tanzstück bei Ballett-Veranstaltungen in Barcelona und Moskau präsentieren, denn derartige Cross-Over-Projekte sind auch international gefragt. Nach oben |


