14.07.2008 - Tanzdrama "Peri - Zwischen Himmel und Erde" feierte umjubelte Premiere
peri
Am 11.07.2008 war es soweit: Das mit Spannung erwartete Tanzdrama „PERI – Zwischen Himmel & Erde“ in einer Inszenierung von Gregor Seyffert (Ausstattung/Video: Gottfried Helnwein) feierte am Anhaltischen Theater Dessau seine umjubelte Premiere.

Nach dem Auftragswerk für das Düsseldorfer Schumannfest 2004 unter dem Titel „Das Paradies & die Peri“, schuf Gregor Seyffert für Dessau nun ein neues, musikalisch und choreographisch radikal verändertes Werk, das vor allem durch seine Dichte und Intensität besticht.

Die spektakuläre Umsetzung der Geschichte der Peri nach dem Gedichtszyklus „Lalla Rookh“ des irischen Autors Thomas Moore (1779 – 1853) ließen im Anhaltischen Theater Dessau Zuschauer- und Bühnenebenen zu einer Aktionsfläche verschmelzen. Tanz, Körpertheater und Luftakrobatik verwandeln Bühne und Schnürboden zu einem einzigartigen theatralen Raum, wobei die Zuschauer direkt am Geschehen auf der Hauptbühne platziert wurden.

Fünf ausverkaufte Vorstellungen an drei Tagen belegen, dass das Konzept erfolgreich angenommen wurde und zeugen von einem großen Interesse, dass weit über diese Aufführungen hinausging.

Auf Grund des besonderen Erfolges werden nun die Planungen für eine erfolgreiche Fortführung des Vorhabens im Jahr 2009 verstärkt.

„Peri – Zwischen Himmel und Erde“

Premiere: 11. Juli 2008, 19.30 Uhr Anhaltisches Theater Dessau, Bühne
weitere Vorstellungen: 12. & 13. Juli 2008, jeweils 16.00 und 19.30 Uhr
Inszenierung/Choreographie: Gregor Seyffert
Bühne/Kostüme/Video: Gottfried Helnwein
Musik: Tyler Bates, Burkhard Dallwitz, Karl Jenkins, Javier Navarrete, Von Magnet, Peter Scherer, Gabriel Yared
Dauer der Aufführung: 90 min (ohne Pause)

Inhalt
Peri – ein gefallener Engel, wird aus dem Paradies geworfen und zur Darbringung ‚Gottes liebster’ Gabe gezwungen, um erneut Einlass in das Himmelstor zu erlangen. Auf der Suche nach den geeigneten Gaben steigt Peri zur Erde hinab, um mit dem letzten Blutstropfen eines sich für sein Volk opfernden Kämpfers und dem letzten Atemzug eines für ihre Liebe sterbenden jungen Mädchens zurückzukehren. Erst die dritte Gabe, die Reueträne eines bekehrten Sünders, öffnet ihr schließlich das Tor zu „Edens Garten“.

Regisseur und Choreograph Gregor Seyffert hat gemeinsam mit dem Bildenden Künstler Gottfried Helnwein eine Visualisierung gefunden, die sich in drastischer und berührender Weise vom ‚romantischen’ Original unterscheidet. Das Aufeinandertreffen der Peri – halb Mensch, halb Engel – mit den apokalyptischen Zuständen auf der Erde bleibt für den Ausgang der Geschichte bei Seyffert/Helnwein nicht ohne Folgen.

Darsteller/Tänzer: Mu-Yi Chen, Densie Evrard, Aureline Guillot, Tiana Hogan, Gemma Poulton, Gabriele Rolle Kammertänzer Gregor Seyffert Daler Burkhanov, Noala De’Aquino, Mac-Dennis Dao, Alexander Mateev, Enrico Palvarini

Mitwirkende des Tanzforums Dessau Artisten: Kaatie Akstinat, Jennifer Ebert Christian Blodau, Christoph Haese, Florian Krause, Stephan Seefeld

Eine © Produktion der Gregor Seyffert Compagnie | Anhaltisches Theater Dessau in Kooperation mit dem Robert-Schumann-Fest Düsseldorf, der Staatlichen Ballettschule Berlin und Schule für Artistik, dem Tanzforum Dessau sowie dem SKC Tabea Halle/Saale e.V.

Was sind Peri's?

„Die Peri’s sind nach der orientalischen Sage anmuthige Wesen der Luft; sie waren einmal im Paradies, aus dem sie aber eines Fehltritts halber verwiesen wurden.“
Das Paradies und die Peri op. 50 von Robert Schumann 1843

„Peri, himmlische Lichtwesen der persischen Mythe, aber mehr dem Gebiet der Romantik, als dem des religiösen Glaubens angehörend (...) Die Natur der Peris ward ganz ätherisch gedacht, die sättigten sich vom Wohlgeruch der Blüthen, ihre Schönheit, namentlich der weiblichen Peris, ist so überirdisch, dass keine Beschreibung im Stande ist, sie zu schildern. Ihr Wesen ist engelhaft; sie sind elfenähnlich an Leichtigkeit und Luftigkeit, und doch sind sie hoch über die Elfennatur erhaben. Man könnte sie mit Feen vergleichen, wenn nicht diese, höchst wahrscheinlich von ihnen erst hergeleitet, nur ein Schatten von dem vollkommenen Begriff einer Peri wären.“
Damen-Conversationslexikon von C. Herloßsohn 1837

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