Menschensohn

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Inhalt

 

 

Trailer anschauen:

Inszenierungsteam

Inszenierung, Choreografie, Bühne
Gregor Seyffert
Kostüme
Gabriele Kortmann
Fotografie/Videos Michél Valentino
Choreografische Assistenz
Heike Keller
Dramaturgische Mitarbeit Kathi Loch
Tonschnitt Julio Dertoni
Texte
Klaus Kinski
Tanz Mitglieder des ThüringenBallett
Ballettdirektor Ivaylo Iliev
Musik Apocalyptica, Tyler Bates, René Dupéré,
Enya, Peter Gabriel, Karl Jenkins, Les Tambours du Bronx

Eine Produktion der Theater&Philharmonie Thüringen

Uraufführung: 
20. November 2009, Bühnen der Stadt Gera
16. Mai 2010, Landestheater Altenburg

Pressestimmen

  • Osterländer Volkszeitung, 18.05.2010
    Atemberaubend. Umjubelte Premiere von Gregor Seyfferts MENSCHENSOHN im Landestheater.
    Altenburg. Mit dem Lebenslicht des Gekreuzigten erlöschen die Scheinwerfer. Die eh schon dunkle Bühne ist ganz in Schwarz getaucht, nur noch eine einzige Kerze brennt. Ein Hoffnungsschimmer? Quälend lange Sekunden der Beklemmung, des fast selbst fühlbaren Schmerzes, der scheinbaren Atemlosigkeit vergehen, bis der Orkan losbricht. Tosender Beifall, Jubel, Trampeln und fast sensationell anmutende 15 Minuten Standing Ovations.
  • Thüringische Landeszeitung, Nov. 2009
    „Tosender Beifall und stehende Ovationen“.
  • Neues Deutschland, Nov. 2009
    „So gewalttätige wie einprägsame tanztheatrale Bilder formt der Choreograph Gregor Seyffert entlang seiner humanistischen Grundaussage. Kinskis Liebes-Appelle verpuffen an der 2000-jährigen Realität von Unterdrückung und Manipulation, wie die Szene sie in düsteren Farben entwirft. Seyffert fährt auf, was das Theater an Licht und Technik bietet.
    Geras Maschinerie arbeitet auf Hochtouren. Auch den Tänzern des Thüringen Balletts fordert er jenes virtuos sportive Bewegungsvokabular ab, das sein eigenes Markenzeichen geworden ist.“
  • Freie Presse, Nov. 2009
    „Das geht unter die Haut, das berührt: „Menschensohn“ ist urgewaltiger Pathos und packende Leidenschaft auf der einen, sinnliches Lustempfinden und fast schon brutale Körperlichkeit auf der anderen Seite. Der Choreograph Gregor Seyffert bringt das Leben des Jesus von Nazareth als ein Tanzspektakel auf die Bühne, das von der ersten bis zur letzten Szene die Zuschauer in Atem hält und begeistert.
    Für die Tänzerinnen und Tänzer ist „Menschensohn“ zweifelsohne eine Herausforderung, die sie jedoch mit Bravur meistern und am Ende vom Publikum gefeiert werden. Seyffert verlangt der Company ein ebenso akrobatisches wie sinnliches Bewegungspotential ab, ohne dabei den Tanz mit seinen technischen Gratwanderungen aus den Augen zu verlieren. Nach der Uraufführung im Großen Haus der Theater in Gera gab es dafür nach langen Sekunden beklemmenden Innehaltens schließlich Beifall ohne Ende.“

Interviews

Gespräch mit Gregor Seyffert und Kathi Loch,
Dramaturgin der TheaterPhilharmonie Thüringen am 29.10. 2009

Kathi Loch: Herr Seyffert, wie sind Sie zum Thema „Menschensohn“ gekommen? Oder wie ist das Thema zu Ihnen gekommen?

Gregor Seyffert: Grundsätzlich ist es so, dass sich bei mir immer zahlreiche Themen ansammeln. Man steckt in einer bestimmten Produktion, und auf Seitenwegen kommen dabei neue Einflüsse dazu. So habe ich dann ein Portfolio von Inszenierungs-ideen, die irgendwann nach der Umsetzung schreien. Mich interessieren meist Persönlichkeiten mit einer starken inneren und äußeren Zerrissenheit, unangepasst und nicht systemkonform - das sind die Spannungsfelder für
meine Inszenierungen. Jesus Christus etwa, der die Inspiration für das Stück „Menschensohn“ ist, begegnet uns beispielsweise erst einmal in all den idealisierten Bildern, die man in Kirchen sieht. Aber beim Nachdenken über diese Figur, kommt man zu dem Schluss, dass Jesus in erster Linie ein Mensch war, der seine Ängste, Nöte und Sorgen hatte. Schließlich trug er eine enorme Verantwortung, indem er eine ‚Community’ um sich scharte und neue Wege gehen wollte und dabei auf erbitterten Widerstand traf. Dieses Potenzial, das es hinter der Fassade zu entdecken galt, ist reizvoll zu inszenieren. Der schöne ‚Prinz Siegfried’ interessiert mich weniger. Obwohl: Den könnte man auch psychisch zerrissen zeigen...

Kathi Loch: Wie hat sich die Figur des Menschsohns für Sie geformt? Es handelt sich hier ja nicht um den biblischen Jesus, auch wenn der immer wieder durchscheint.

Gregor Seyffert: Ich habe versucht, alle Informationsquellen zu nutzen, derer ich habhaft werden konnte, angefangen natürlich bei den biblischen Texten mit deren Hintergründen. Es gibt da eine Menge brisanter Fragen: Wie sind die Texte entstanden? Wie sind sie überliefert worden? Wer hat damals unter Umständen einen Nutzen daraus gezogen, dass die Texte so sind, wie sie sind. Besonders schwierig war es, Informationen über den historischen Jesus, der tatsächlich existiert hat, zu finden. Vielleicht war es nicht unbedingt erwünscht, zu thematisieren, wer ‚Jesus’ wirklich war. Zum anderen ist nach 2000 Jahren die offizielle Quellenlage relativ dünn. Es gibt eine Menge Spekulationen darüber, wie sich Dinge abgespielt haben könnten, die ‚unbefleckte Empfängnis’ zum Beispiel. Dazu gibt es Überlegungen aus dem medizinischen Bereich oder die Theorie, dass Maria vergewaltigt wurde, ihre Familie dies aber aus Scham geheim hielt. Da setzte sich quasi ein Mosaik zusammen, das ein gewisses Eigenleben entwickelte. Schließlich haben mich, was die Figur ‚Jesus’ betrifft, die Texte von Klaus Kinski auf eine Generallinie gebracht. Sie verbinden biblische Aussagen – oft selbst sehr aktuell – mit heutigen politischen brisanten Themen, dem Waffenhandel etwa, oder der Tatsache, dass die Kirche gelegentlich Dinge unterstützt, die nun wirklich nicht zu den Ideen passen, die ‚Jesus’ propagiert hat. So ist der Menschensohn eine Figur geworden, die durch alle Zeiten geht.

Kathi Loch: Wie findet man für solch eine Figur Bewegungen? Wie finden Sie überhaupt Bewegung?

Gregor Seyffert: Zunächst interessiert mich Tanz als Selbstzweck überhaupt nicht. Für mich sind die Bewegung, die Virtuosität und das Training, mit dem die Tänzer sich jeden Tag fit halten, einzig und allein dazu da, Dinge erzählen zu können. Ich gehe ins Theater, um Emotionen und Geschichten erleben zu können und so möchte ich Theater selbst auch inszenieren. Choreographien müssen mit Bewegung etwas erzählen. Je klarer und deutlicher das Thema ist, je konkreter demzufolge meine Aufgabenstellung ist, desto schwieriger wird es. Insgesamt verstehe ich mich eher als Regisseur, der gern die Tanzsprache benutzt. Mit dem Opern- oder Schauspielregisseur eint mich das Ziel, eine Geschichte oder eine Situation, die der Zuschauer persönlich kennt oder nachvollziehen kann, mit bewegenden Bildern nahe zu bringen.
Der Tanz hat natürlich den Vorteil, dass er sehr direkt und schnell Emotionen transportieren kann. Er kann manche komplizierte Zusammenhänge oder Inhalte nicht so gut erklären, das kann wiederum das Schauspiel besser.
Aber dieses Direkte, dieses Emotionale, das funktioniert mit Tanz und Bewegung am besten.

Kathi Loch: Das heißt, für Sie sind Tänzer in erster Linie Darsteller?

Gregor Seyffert: Ich würde noch weiter gehen: Tänzer sind Schauspieler, die mit Bewegung etwas erzählen. Die Tänzer trainieren hart und schulen ihren Körper und schuften – es ist ein Wahnsinn, was dieser Beruf für eine Kraft kostet – darum wäre es viel zu schade, sie lediglich als Tanzmaschinen, die sich zu schöner Musik schön bewegen, einzusetzen.
Was meine eigenen Produktionen betrifft, ist es keineswegs so, dass ich den Tanz für das einzige Darstellungsmittel halte. Wenn es die Inszenierung erfordert, sind andere Künste und Künstler, die dazukommen, sehr inspirierend: Artistik und Marionettenspiel, Stuntmen oder Musiker. Mich interessieren immer die neue Formen für eine, sagen wir, besondere Art des ‚Erlebnistheaters’.


Gästebuch

Menschensohn
M.W.aus Berlin
Die wundervolle Vorstellung hat mich geheilt und viel, viel Kraft gegeben - für immer! DANKE Liebevoll M.W.
Freitag, 28. Mai 2010
Huldigung
HEIKO
Herr Seyffert,Sie sollten daran arbeiten das Ihre Inszenierung zumindest eine Tournee durch unser gutes,verschlafendes Deutschland macht um es zu wecken und aufzurütteln. Und auch dafür das der Weg für mich und meine Frau zum nächsten Ort der Aufführung v...
Mittwoch, 19. Mai 2010
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Sonntag, 28. März 2010
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F. G. aus Niederpöllnitz
Das war bisher das beste Ballett, was ich erlebt habe. Eine wirklich tolle Vorstellung ‚Menschensohn’! Vielen Dank.
Sonntag, 28. März 2010
Allerherzlichsten Dank...
G. aus Erfurt
Allerherzlichsten Dank für die großartige ‚Menschensohn’-Aufführung!
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Großartig!!
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Sonntag, 28. März 2010
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Ines und A.
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Sonntag, 28. März 2010
Grandios, hervorragend, außergewöhnlich
B. K.
Grandios, hervorragend, außergewöhnlich – ein echter Seyffert eben. Vielen Dank für diesen unvergesslichen Nachmittag. Die 280 km Anreise haben sich gelohnt.
Sonntag, 28. März 2010
Phantastisch! Unübertroffen!
F. J.
Phantastisch! Unübertroffen! Besser geht es nicht. Tolle Choreographie!
Sonntag, 28. März 2010
Menschensohn war genial.
Viele Grüße von den Kindern des Marquis L. und L.
Menschensohn war genial. Die Anreise aus Dessau hat sich gelohnt.
Freitag, 04. Dezember 2009
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