Inszenierungsteam
Eine Produktion der Theater&Philharmonie Thüringen Uraufführung: 20. November 2009, Bühnen der Stadt Gera 16. Mai 2010, Landestheater Altenburg Pressestimmen
InterviewsGespräch mit Gregor Seyffert und Kathi Loch,Dramaturgin der TheaterPhilharmonie Thüringen am 29.10. 2009 Kathi Loch: Herr Seyffert, wie sind Sie zum Thema „Menschensohn“ gekommen? Oder wie ist das Thema zu Ihnen gekommen? Gregor Seyffert: Grundsätzlich ist es so, dass sich bei mir immer zahlreiche Themen ansammeln. Man steckt in einer bestimmten Produktion, und auf Seitenwegen kommen dabei neue Einflüsse dazu. So habe ich dann ein Portfolio von Inszenierungs-ideen, die irgendwann nach der Umsetzung schreien. Mich interessieren meist Persönlichkeiten mit einer starken inneren und äußeren Zerrissenheit, unangepasst und nicht systemkonform - das sind die Spannungsfelder für Kathi Loch: Wie hat sich die Figur des Menschsohns für Sie geformt? Es handelt sich hier ja nicht um den biblischen Jesus, auch wenn der immer wieder durchscheint. Gregor Seyffert: Ich habe versucht, alle Informationsquellen zu nutzen, derer ich habhaft werden konnte, angefangen natürlich bei den biblischen Texten mit deren Hintergründen. Es gibt da eine Menge brisanter Fragen: Wie sind die Texte entstanden? Wie sind sie überliefert worden? Wer hat damals unter Umständen einen Nutzen daraus gezogen, dass die Texte so sind, wie sie sind. Besonders schwierig war es, Informationen über den historischen Jesus, der tatsächlich existiert hat, zu finden. Vielleicht war es nicht unbedingt erwünscht, zu thematisieren, wer ‚Jesus’ wirklich war. Zum anderen ist nach 2000 Jahren die offizielle Quellenlage relativ dünn. Es gibt eine Menge Spekulationen darüber, wie sich Dinge abgespielt haben könnten, die ‚unbefleckte Empfängnis’ zum Beispiel. Dazu gibt es Überlegungen aus dem medizinischen Bereich oder die Theorie, dass Maria vergewaltigt wurde, ihre Familie dies aber aus Scham geheim hielt. Da setzte sich quasi ein Mosaik zusammen, das ein gewisses Eigenleben entwickelte. Schließlich haben mich, was die Figur ‚Jesus’ betrifft, die Texte von Klaus Kinski auf eine Generallinie gebracht. Sie verbinden biblische Aussagen – oft selbst sehr aktuell – mit heutigen politischen brisanten Themen, dem Waffenhandel etwa, oder der Tatsache, dass die Kirche gelegentlich Dinge unterstützt, die nun wirklich nicht zu den Ideen passen, die ‚Jesus’ propagiert hat. So ist der Menschensohn eine Figur geworden, die durch alle Zeiten geht. Kathi Loch: Wie findet man für solch eine Figur Bewegungen? Wie finden Sie überhaupt Bewegung? Gregor Seyffert: Zunächst interessiert mich Tanz als Selbstzweck überhaupt nicht. Für mich sind die Bewegung, die Virtuosität und das Training, mit dem die Tänzer sich jeden Tag fit halten, einzig und allein dazu da, Dinge erzählen zu können. Ich gehe ins Theater, um Emotionen und Geschichten erleben zu können und so möchte ich Theater selbst auch inszenieren. Choreographien müssen mit Bewegung etwas erzählen. Je klarer und deutlicher das Thema ist, je konkreter demzufolge meine Aufgabenstellung ist, desto schwieriger wird es. Insgesamt verstehe ich mich eher als Regisseur, der gern die Tanzsprache benutzt. Mit dem Opern- oder Schauspielregisseur eint mich das Ziel, eine Geschichte oder eine Situation, die der Zuschauer persönlich kennt oder nachvollziehen kann, mit bewegenden Bildern nahe zu bringen. Kathi Loch: Das heißt, für Sie sind Tänzer in erster Linie Darsteller? Gregor Seyffert: Ich würde noch weiter gehen: Tänzer sind Schauspieler, die mit Bewegung etwas erzählen. Die Tänzer trainieren hart und schulen ihren Körper und schuften – es ist ein Wahnsinn, was dieser Beruf für eine Kraft kostet – darum wäre es viel zu schade, sie lediglich als Tanzmaschinen, die sich zu schöner Musik schön bewegen, einzusetzen.
GästebuchMenschensohn M.W.aus Berlin Die wundervolle Vorstellung hat mich geheilt und viel, viel Kraft gegeben - für immer! DANKE Liebevoll M.W. Freitag, 28. Mai 2010 Huldigung HEIKO Herr Seyffert,Sie sollten daran arbeiten das Ihre Inszenierung zumindest eine Tournee durch unser gutes,verschlafendes Deutschland macht um es zu wecken und aufzurütteln. Und auch dafür das der Weg für mich und meine Frau zum nächsten Ort der Aufführung v... Mittwoch, 19. Mai 2010 Wie immer, Niveau der Meisterklasse! F.R. aus Dessau Wie immer, Niveau der Meisterklasse! Hervorragend! Sonntag, 28. März 2010 Das war bisher das beste Ballett... F. G. aus Niederpöllnitz Das war bisher das beste Ballett, was ich erlebt habe. Eine wirklich tolle Vorstellung
‚Menschensohn’! Vielen Dank. Sonntag, 28. März 2010 Allerherzlichsten Dank... G. aus Erfurt Allerherzlichsten Dank für die großartige ‚Menschensohn’-Aufführung! Sonntag, 28. März 2010 Großartig!! Familie E. Großartig!! Sonntag, 28. März 2010 Der totale Wahnsinn!!! Ines und A. Der totale Wahnsinn!!! Sonntag, 28. März 2010 Grandios, hervorragend, außergewöhnlich B. K. Grandios, hervorragend, außergewöhnlich – ein echter Seyffert eben.
Vielen Dank für diesen unvergesslichen Nachmittag. Die 280 km Anreise haben sich gelohnt. Sonntag, 28. März 2010 Phantastisch! Unübertroffen! F. J. Phantastisch! Unübertroffen! Besser geht es nicht. Tolle Choreographie! Sonntag, 28. März 2010 Menschensohn war genial. Viele Grüße von den Kindern des Marquis L. und L. Menschensohn war genial. Die Anreise aus Dessau hat sich gelohnt. Freitag, 04. Dezember 2009 |
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